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Wolfgang Amadeus Mozart: Krönungsmesse / Anton Bruckner: Te Deum Drucken E-Mail

Die beiden Jubiläumschöre, der Lehrerchor im BLLV Kronach, das Vocalensemble des Gymnasiums Alexandrinum Coburg sowie vier ausgezeichnete Solisten hatten sich mit dem Popp-Consortium sowie einem Percussion-Ensemble der Berufsfachschule für Musik Kronach zu dem Ereignis zusammengetan - für insgesamt drei großartige Werke: Mozarts Messe in C-Dur, Bruckners "Te Deum" sowie "Gloria" von John Rutter.

Mozarts Krönungsmesse lässt Dekanats-Chor und Konzertchor hoch leben

"Gesanglich glänzten bei der Präsentation - neben dem exzellent vorbereiteten und sehr sauber intonierenden Chor - auch die Solisten Andrea Wurzer (Sopran), Stefanie Schmitt (Alt), Johannes Puchleitner (Tenor) sowie Rainer Grämer (Bass), die ebenso wie das Orchester und Sarah Stamboltsyan an der Orgel die hohen musikalischen Anforderungen mit Bravour meisterten."

Von Heike Schülein (Fränkischer Tag, 13. Oktober 2013)

Seibelsdorf - Der Dekanats-Chor Kronach feiert sein zehnjähriges, der Konzertchor Coburg Sängerkranz sein 170-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit zwei weiteren Chören, Solisten und Instrumentalisten gab man daher am Samstag in der Markgrafenkirche Seibelsdorf ein Jubiläumskonzert.

Was für ein Werk! Diese Musik bricht herein wie eine Sturmflut! Kein geringeres Werk als die Krönungsmesse - wohl das bekannteste von Mozarts sakralen Werken - stand am Anfang des Konzerts, um an diesem Tag Freude und Dankbarkeit angesichts der beiden Jubiläen auszudrücken. Die Kirche vermittelte dabei geradezu den Eindruck eines Konzerthauses, so voll war es im Chorraum sowie im Mittel- und Seitengang. Gleich vier Chöre - mit einem solchen Bombast wird der Herr auch nicht alle Tage gepriesen! Die Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten mussten sich schon geschickt platzieren, um ihren Dirigenten, Dekanatskantor Marius Popp, sehen zu können. Das Werk wurde zu einer musikalischen Offenbarung. Gleich mit den ersten Klängen entlud sich die angespannte Ruhe in einem fulminanten Klangerlebnis. Die Pfarrkirche durchdrangen herrliche Töne, die durch die hervorragende Akustik vollends zur Geltung kamen. Hierfür bedurfte es schon eines beachtlichen Kraftakts, den man nur bewundern kann. Die beiden Jubiläumschöre, der Lehrerchor im BLLV Kronach, das Vocalensemble des Gymnasiums Alexandrinum Coburg sowie vier ausgezeichnete Solisten hatten sich mit dem Popp-Consortium sowie einem Percussion-Ensemble der Berufsfachschule für Musik Kronach zu dem Ereignis zusammengetan - für insgesamt drei großartige Werke: Mozarts Messe in C-Dur, Bruckners "Te Deum" sowie "Gloria von John Rutter.

Krönungsmesse begeistert

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte während seiner Zeit in Salzburg als Konzertmeister der Hofkapelle und später als Hoforganist am Salzburger Dom seine meisten kirchenmusikalischen Werke. Das vermutlich beim Ostergottesdienst in Salzburg uraufgeführte Werk Mozarts, das erst später den Namen Krönungsmesse erhielt, besteht aus sechs Teilen. Zur Aufführung gelangten das Kyrie, das Gloria und Credo. Gesanglich glänzten bei der Präsentation - neben dem exzellent vorbereiteten und sehr sauber intonierenden Chor - auch die Solisten Andrea Wurzer (Sopran), Stefanie Schmitt (Alt), Johannes Puchleitner (Tenor) sowie Rainer Grämer (Bass), die ebenso wie das Orchester und Sarah Stamboltsyan an der Orgel die hohen musikalischen Anforderungen mit Bravour meisterten. Die Lesitung der Chöre und Instrumentalisten ist umso mehr zu bewundern, da es sich hierbei überwiegend um Laienmusiker handelt. Ihre beeindruckende Leistung wurde vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Aber nicht nur die gesangstechnische Leistung verdient Lob, sondern auch wie die Ausdrucksfülle des Mozart´schen Werkes wiedergegeben wurde. Den Sängern und Instrumentalisten gelang es facettenreich, die charakteristische musikalische Handschrift des Komponisten nachzuzeichnen. Frei von jeglicher Selbstdarstellung ging es um das Wesentliche: die Musik. Gemeinsam schaffte man es, die festliche Gestaltung des strahlenden Werkes in all ihrer Ausdrucksstärke wiederzugeben.

Bombastische Musik

Nicht mehr ganz so voll im Chorraum war es bei Anton Bruckners "Te Deum" sowie "Gloria" von John Rutter. Die Begeisterung der Jubelchöre sprang auch hier von Beginn an auf das Publikum über. Der monumentale Lobgesang "Te Deum" gehört zu den populärsten Werken des Komponisten. Fromme Innerlichkeit wechselt mit geradezu ektstatischem Jubel. Auch hier wirkten die Chöre bestens vorbereitet. "Te Deum" beeindruckte durch seine strahlende Klangqualität und auch in überwältigender Lautstärke durch seinen Einklang, den gelungenen Bruch der Stimmung zwischen Euphorie und stiller Andacht sowie die Übergänge von Chorsätzen zu solistischen Einlagen. Geistliche Musik in poulärem Gewand, dafür steht der 1945 geborene John Rutter, als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten von Chor- und Kirchenmusik gerühmt. Sein Stil, der oft an Musicals erinnert, wird von vielen Menschen rund um den Globus geschätzt. Der Sound von "Gloria" ist bombastisch, die Klangeffekte sind beeindruckend: Bläser, Schlagzeug, Chor - und dazu braust die Orgel: Ein Hörgenuss. Am Ende eines ebenso außergewöhnlichen wie außergewöhnlich schönen Konzerts, durch das Marius Popp den Chor und das Orchester mit Temperament und Ausdruckskraft geführt hat, dankte das begeisterte Publikum allen Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus. Der hochkarätige Musikgenuss war am Sonntag noch einmal in der St. Moriz-Kirche Coburg zu hören.

"Es ist ein großes Geschenk, dass Sie hier in Kronach sind", würdigte Dekanin Dorothea Richter, die seit Beginn im Dekanats-Chor Kronach mitsingt, nach dem Konzert die Verdienste des Dekanatskantors. Popp hatte den Chor vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Als ausgebildeter Kirchenmusiker und gelernter Kapellmeister könne Popp, so die Dekanin, sowohl mit Chören als auch Orchestern hervorragend umgehen.

 

 
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