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Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll / Te Deum Drucken E-Mail

Bruckner-Messe unter der Leitung von Marius Popp eindrucksvoll dargeboten

Gewaltige Klänge zwischen Verzweiflung und Hoffnung

"Johannes Puchleitner fügte dem Frauenduo einen jugendlich frischen und hohen Tenor hinzu, der die musikalischen Dimensionen der Brucknerwerke kontrastreich zur Geltung brachte, vor allem gegenüber Sopran und dem stabilen Wohlklang von Klaus Schunke." 

Von Dr. Peter Müller (Neue Presse Coburg, 25. September 2007)

Nach vielen Monaten harter Einstudierung und Einstimmung auf den großen Augenblick seines Bruckner-Konzertes zeigte der Konzertchor Coburg Sängerkranz am Sonntagabend die reifen Früchte seiner bestaunenswerten Arbeit mit dem großen und hervorragend eingestimmten Orchester der Vogtland Philharmonie. 

COBURG. Aus der Stille entwickelt sich in Anton Bruckners (1824-1896) Messe Nr. 3 f-Moll (1867/1881) aus dem moderaten Kyrie vom Gloria bis Benedictus ein dramatisches Geschehen zwischen mystischer Gewissheit, menschlicher Verzweiflung und Suche und fester Glaubensgewissheit. Eine klanggewaltige musikalische Gradwanderung zwischen lasziver und melodiöser Harmoniesuche und dramatisch kraftvoller Verwurzelung im Glauben. Das Credo nimmt dabei als Mitte des Werkes, vor der Rückkehr zur ruhigen Einkehr und stillem Vertrauen im für die Tradition einer Messe ungewöhnlicherweise endenden Agnus Dei, eine besondere Stelle ein; es ist gleichsam als eigenständige sinfonische Dichtung innerhalb des Werkes eingebaut. (...)

Bruckners Messe Nr. 1 d-Moll zeigt zum ersten Mal den ihm eigenen persönlichen Stil seiner späteren Hauptwerke, zu denen neben der Messe Nr. 3 auch und vor allem das Te Deum (1881-84) für Soli, Chor und Orchester gehört, das der Konzertchor mit den Solisten und der Vogtländer Philharmonie im zweiten Teil des Konzertes in St. Moriz präsentierte.

Raumfüllend

Ingrid Peppel ließ sich schon in der Messe f-Moll nicht von dem großen Chor aus etwa 130 Sängerinnen und dem gewaltigen Aufgebot an Pauken und Trompeten im alles beherrschenden Orchester beeindrucken, sondern übertönte mit ihrem klaren und (Kirchen-)raumfüllenden Sopran auch deren heftigste Ausbrüche. Elke Burkert meisterte mit ihrer brillanten Altstimme selbst die tiefsten Noten der Messe warm und ausdrucksstark, sowie die Spanne von zwei Oktaven bis zum hohen Fis im Te Deum. Johannes Puchleitner fügte dem Frauenduo einen jugendlich frischen und hohen Tenor hinzu, der die musikalischen Dimensionen der Brucknerwerke kontrastreich zur Geltung brachte, vor allem gegenüber Sopran und dem stabilen Wohlklang von Klaus Schunke.

Das Te Deum als Rückkehr Bruckners zu klaren Strukturen und zu festem Glauben rührte in seiner Geschlossenheit der Komposition wie der Darbietung im Dialog der Solisten, des erweiterten Konzertchores, der auf die Verstärkung durch den Dekanats-Chor Kronach und im Wesentlichen auf die männlichen Stimmen des Chores der Fränkischen Chorleiter (Einstudierung: Heinz Wilk) fest bauen konnte. Das Te Deum versöhnte denn auch mit einigen Reibungen bei Einsätzen und während der Messe, die aber meist vom gewaltigen Klangteppich des Orchesters gnädig bedeckt wurden. Gabriele Hirsch an der Orgel und die Solovioline des Konzertmeisters Sergei Synelnikov rundeten diese eindrucksvolle Demonstration von ursprünglicher Kraft nach allen Zweifeln obligat ab. Der künstlerische Gesamtleiter Marius Popp führte die Chöre, Solisten und Instrumentalisten zu einer runden Gemeinschaftsleistung, die mit nachhaltigem, großen Beifall und stehenden Ovationen gefeiert wurde.

 
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