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Anton Bruckner: Messe Nr. 3 f-Moll / Te Deum Drucken E-Mail

Der Konzertchor Coburg sang am Sonntag gemeinsam mit dem Dekanatschor Kronach und dem Chor der Fränkischen Chorleiter

Vielstimmige Bruckner-Huldigung in St. Moriz

" Im wiederum homogen agierenden Solistenquartett sorgte der Tenor Johannes Puchleitner mit seinen exponierten Abschnitten ("Tu ergo quaesumus", "Salvum fac populuum tuum") für besonders nachhaltige Wirkung."

Von Jochen Berger (Coburger Tageblatt, 25. September 2007)

Coburg - Lange Jahre war sie in Coburg nicht zu hören gewesen - Anton Bruckners Messe f-Moll. Am Sonntag erlebte sie in der Morizkirche eine sehr nachdrückliche Aufführung durch den Konzertchor Coburg an der Spitze eines beeindruckend großen, von Marius Popp dirigierten Aufgebotes an Mitwirkenden mit dem Dekanatschor Kronach und dem Chor der Fränkischen Chorleiter. Als Orchester war die Vogtland Philharmonie erstmals an dieser Stelle zu hören, ein diszipliniert und stets engagiert agierender Klangkörper.

Mit ihrem sicheren, homogenen Musizieren lieferte die Vogtland Philharmonie mehr als nur den verlässlichen instrumentalen Rückhalt, sondern war auch stets bestrebt, die gestalterischen Vorstellungen Marius Popps deutlich umzusetzen.

Damit schuf das Orchester die Basis für eine insgesamt geschlossene Wiedergabe des durchweg anspruchsvollen Werkes. Eine abgerundete Wirkung erzielte schon das eröffnende "Kyrie" mit der zart aufblühenden Introduktion der Streicher, die konzentriert und differenziert gestaltet wurde, bevor der vielköpfige Chor seinen heiklen ersten Einsatz konzentriert bewältigte. Schon hier wurde deutlich, dass Kronachs Dekanatskantor Marius Popp auf textbezogene Gestaltung großen Wert legte.

Bruckners f-Moll-Messe ist ein Werk, das eine Fülle von Schwierigkeiten nicht nur in der Intonation bereit hält, die durch die kontrastreiche Dynamik mit schroffen Übergängen noch verstärkt wird. Das wird beispielsweise im großformatigen "Gloria" sehr deutlich.

Hier sorgte Popp mit energischer Zeichengebung für die notwendige Geschlossenheit. Unter seiner konzentrierten Leitung, die auch über intonatorische Klippen hinweg führte, fanden die drei Chöre zu homogenem Vortrag und beeindruckten zudem durch rückhaltlosen Einsatz auch in einer Vielzahl herausfordernder Passagen. Der Chor der Fränkischen Chorleiter sorgte dabei schon rein quantitativ dafür, dass bei dieser Aufführung die Männerstimmen nicht ins Hintertreffen gerieten.

Homogenes Solistenquartett

Und immer wieder gelang es zudem, intensive gestalterische Akzente zu setzen, die exponierte Stellen des Textes besonders hervortreten ließen. Das galt beispielsweise für den wirkungsvollen Übergang von "passus et sepultus est" zur klanglichen Beschwörung der Auferstehung ("et resurrexit") im "Credo". Einen fraglos gewichtigen Beitrag zum Gelingen des gesamten Abends lieferte das angemessen und ausgeglichen besetzte Solistenquartett mit Ingrid Peppel (Sopran), Elke Burkert (Alt), Johannes Puchleitner (Tenor) und Klaus Schunke (Bass), das in diesem Werk keine Gelegenheit hat, mit effektvollen Arien zu glänzen, stets aber sicher die Balance fand zwischen solistisch hervortretenden Akzenten und dem homogenen Einfügen in das oftmals symphonisch anmutende gesamte Klangbild.

Aufführungen von Anton Bruckners f-Moll-Messe werden gerne mit dessen "Te Deum" kombiniert - so auch in diesem Fall. Nach dem ruhig verklingenden "dona nobis pacem" der Messe sorgt das "Te Deum" mit seiner in weiten Teilen betont lapidaren Tonsprache für ein strahlendes Finale. Dabei entfalteten die vereinten Chöre beträchtliche dynamische Durchschlagskraft in den homophonen Passagen, gestalteten aber auch die polyphonen Abschnitte mit prägnanter Stimmführung.

Im wiederum homogen agierenden Solistenquartett sorgte der Tenor Johannes Puchleitner mit seinen exponierten Abschnitten ("Tu ergo quaesumus", "Salvum fac populuum tuum") für besonders nachhaltige Wirkung. Nach dem strahlend intonierten Chorfinale "Non confundar in aeternum" gab es verdientermaßen ausdauernden Beifall für alle Mitwirkenden.

 
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© 2020 Johannes Puchleitner, Tenor


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