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Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium Drucken E-Mail

Bachs erste drei Teile des Weihnachtsoratoriums mit einem überzeugenden Motettenchor und Solisten.

Weihnachtswunder mit Überraschung

"Auf sichere Pfade begab er sich auch, was die Besetzung der Solisten betraf: Mit Maria Erlacher, dem Wörgler Kulturreferenten und Musikschulleiter Johannes Puchleitner und Michael Kranebitter traf der Chor gewissermaßen "alte Bekannte" wieder, die bereits öfters für schöne Momente in der Wörgler Pfarrkirche gesorgt haben. Mit Professionalität und Musikalität ließen die drei die Zuhörer auf dem Weg Bachs von der Geburt Jesu bis zur Ankunft der Hirten an der Krippe teilhaben."

Von Wolfgang Otter (Tiroler Tageszeitung, 30. Dezember 2014)

Wörgl - Es war nicht das erste Mal, dass der Tiroler Motettenchor Stadt Wörgl seinen zahlreichen Gönnern und Fans gewissermaßen zum "Christkind" Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium spendierte. Nicht jeder der Chorsänger dürfte bei der Aufführung vor mehr als einem Jahrzehnt bereits dabei gewesen sein, was aber der diesjährigen Qualität keinen Abbruch tat. Chorleiter Matthias Egger hat in der bis zum letzten Platz gefüllten Pfarrkirche Wörgl am Sonntagabend die häufiger aufgeführten Kantaten 1 bis 3 des sechs Teile umfassenden Oratoriums aufs Notenpult gelegt.

Johann Sebastian Bach verlangt dabei den Sängern und Musikern alles ab. Umso erstaunlicher und erfreulicher präsentierten sich der aus Amateuren bestehende Chor bereits bei der Eröffnung durch Wendigkeit und tonale Sicherheit. Da wurde gejauchzt und gejubelt, wie es im Text heißt, dass es eine Freude zum Zuhören war. Egger weiß, was er seinem Chor an Tempi zumuten kann und so blieb genug Spielraum, dass der Chor auf sicherem Terrain durch das gesamte Oratorium wandeln konnte. Nicht nur in der Einstudierung des Chores, sondern auch in der Gesamtleitung zeigte Egger, dass er ein echter Kenner des Barocks ist.

Auf sichere Pfade begab er sich auch, was die Besetzung der Solisten betraf: Mit Maria Erlacher, dem Wörgler Kulturreferenten und Musikschulleiter Johannes Puchleitner und Michael Kranebitter traf der Chor gewissermaßen "alte Bekannte" wieder, die bereits öfters für schöne Momente in der Wörgler Pfarrkirche gesorgt haben. Mit Professionalität und Musikalität ließen die drei die Zuhörer auf dem Weg Bachs von der Geburt Jesu bis zur Ankunft der Hirten an der Krippe teilhaben. Vierte im Bunde war die noch junge Altistin Ulrike Malotta aus München, der eine tragende Aufgabe durch ihre Arien zukam und mit ihrer glänzenden Leistung und schönen Stimme als Weihnachtsüberraschung für die Höhepunkte des Abends sorgte.

Nicht leicht hatte es das Marini Consort Innsbruck, das mit kleinen Ausnahmen die dichte Klangwelt Bachs gekonnt meisterte. Doch den Kampf gegen die äußerst schwierige Akustik der Pfarrkirche gewann man trotz umsichtigster Führung von Egger nicht immer. So wurde manches Soli (Großer Herr) leider zu stark zugedeckt. Aber auch hier zeigt sich die Tücke - nicht bei jedem Platz in der Kirche dürfte dies gleich empfunden worden sein. Fazit: Es war ein schöner, stimmungsvoller und gelungener Abend im Zeichen der Freude an der Musik.

 

 
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